Osnabrück (ots) - Personen statt Moneten
Das war knapp: Noch vor Kurzem hatten die Miramax-Gründer Bob und
Harvey Weinstein 625 Millionen Dollar geboten, um ihr Studio von
Disney zurückzukaufen. Jetzt hat ein Baulöwe den Zuschlag für 660
Millionen bekommen. Immerhin: Es heißt, dass der neue Besitzer ein
gutes Verhältnis zu den Weinstein-Brüdern besitzt. Vielleicht gelingt
es den beiden ja auf diesem Wege, Einfluss auf die Geschicke eines
der zuverlässigsten Qualitätslieferanten Hollywoods zu gewinnen.
Das wäre gut. Schließlich sind die Weinstein-Brüder ein
Musterbeispiel dafür, dass nicht Dollars, sondern Persönlichkeiten
die zentrale Währung im Film sind. Viele Erfolge des Studios
verdanken sich dem Umstand, dass Stars früh gefördert und an das Haus
gebunden wurden.
Langfristig ist das im Filmgeschäft der wichtigste Vermögenswert,
wichtiger noch als der beachtliche Fundus von 700 Miramax-Filmen. Der
hatte den Wert des Unternehmens noch vor wenigen Jahren auf rund zwei
Milliarden steigen lassen. Nachdem die Erwartungen in den DVD-Markt
wieder gesunken sind, ist davon nicht mehr viel geblieben.
Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung
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Neue OZ: Kommentar zu Verkauf von Miramax Films
Quelle: presseportal.de / news aktuell GmbH
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