Autosteuer

Mit einem neuen Fahrzeug kann man bei der Autosteuer sparen

Die Höhe der Autosteuer bemisst sich nach dem Hubraum und der Schadstoffklasse. Für ältere Autos muss man in der Regel deutlich mehr Steuern bezahlen.

 

Zu den Faktoren, die beeinflussen, wie günstig oder teuer ein bestimmtes Auto im Unterhalt ist, zählt neben dem Spritverbrauch und der Versicherungsklasse die Autosteuer. Sie ist in der Regel einmal jährlich zu zahlen und wird vom örtlichen Finanzamt erhoben. Die Höhe der Autosteuer, die für einen bestimmten Fahrzeugtyp zu entrichten ist, wird im Wesentlichen von den technischen Daten des Wagens bestimmt. Wichtig ist der Hubraum, da je angefangenen 100 Kubikzentimetern eine festgelegte Summe fällig wird.

Wie hoch dieser Betrag liegt, das wiederum hängt von der Schadstoffklasse ab. Man spricht hier zum Beispiel von der Euro II-Norm oder der Euro-IV-Norm. Je höher die Ziffer, desto günstiger der Satz für die Autosteuer. Die Idee dahinter ist simpel: Ältere Autos stoßen normalerweise mehr schädliche Abgase aus. Das Ziel, die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zu schonen, soll also dadurch erreicht werden, dass die Anschaffung eines neuen, umweltfreundlicheren Autos steuerlich begünstigt wird.

Entsprechend wird bestraft, wer weiterhin mit einem alten Fahrzeug unterwegs ist. Besonders teuer wird es für betagte Modelle ohne geregelten Katalysator. Billiger kann man mit alten Autos erst wieder dann fahren, wenn sie 25 Jahre auf dem Buckel haben. Dann nämlich können sie als Oldtimer zugelassen werden, und für diese Fahrzeuge ist die Autosteuer deutlich reduziert.

Gerade bei älteren Autos mit großem Hubraum – etwa Luxuslimousinen oder PS-starke Geländewagen – macht die vergleichsweise schlechte Einstufung bei den Schadstoffklassen leicht Mehrkosten von einigen hundert Euro jährlich aus. Wenn der Besitzer sich von dem Wagen nicht trennen will, kann eine Umrüstung Sinn machen, die zur Einstufung in eine bessere Schadstoffklasse und damit zu einer Entlastung bei der Autosteuer führt. Eine solche Investition kann sich je nach Modell schon nach zwei Jahren rentieren.

Besonders günstig kommen bei der Autosteuer Fahrer von Neuwagen weg. Sie sind oftmals eine gewisse Zeit lang vor der Zahlungspflicht komplett befreit. Wo das nicht der Fall ist, locken oft die Hersteller im Rahmen von Sonderaktionen mit der Übernahme der Kosten für die Autosteuer. So oder so: Aus steuerlicher Sicht macht der Austausch eines relativ alten Gebrauchten gegen einen Neuwagen fast immer Sinn. Allerdings muss man dessen Wertverlust in den ersten Jahren ehrlicherweise der Ersparnis bei der Autosteuer gegenüberstellen.