Paraguay

Paraguay hat landschaftlich und kulturell viel zu bieten

Wer nach Paraguay fährt, sollte es auf keinen Fall versäumen, sich mit den vielen prominenten Schriftstellern und Musikern des Landes zu befassen.

 

Paraguay ist eine Nation im Zentrum Südamerikas. Im Süden und im Südwesten grenzt es an Argentinien, im Nordwesten von Paraguay liegt Bolivien und im Nordosten Brasilien. Der Name Paraguay bedeutet soviel wie Wasser, das zum Wasser hin fließt. Wobei die Silbe Para mit Ozean übersetzt wird, gua bedeutet zu, von oder hin und der kleine Buchstabe Y ist mit Wasser gleichzusetzen.

Wenn Sie in dieses zauberhafte Land fahren, schadet es nicht sich vorher schon einmal mit der Kultur dort bekannt zu machen. Paraguay ist besonders berühmt für seine Harfenmusik. Herausragende Harfenspieler und Komponisten sind zum Beispiel Félix Pérez Cardozo und José Asunción Flores. Aber auch schriftstellerisch hat dieses Land viel zu bieten: in den 1950er und 60er Jahren kam in Paraguay die Novelle auf. Bekannte Schriftsteller Paraguays aus dieser Zeit sind unter anderem Augusto Roa Bastos oder auch Gabriel Casaccia.

Eine andere bedeutende Persönlichkeit Paraguays ist der Dichter, Musiker und Theologe Agustin Pio Barrios-Mangoré. Er wurde am fünften Mai 1888 in der kleinen Stadt San Juan geboren. Schon in seiner Kindheit entwickelte sich seine Liebe für Musik und Literatur, das lag unter anderem daran das diese zwei Bereiche auch seiner Familie sehr wichtig waren. Barrios-Mangorés Intelligenz zeigt sich auch darin, dass er sowohl Spanisch als auch Guarani, die ursprüngliche Landessprache Paraguays, sprach und außerdem Englisch, Deutsch und Französisch lesend verstehen konnte. Schon als Kind interessierte er sich für Musikinstrumente, insbesondere für die Gitarre. Schon im Alter von Dreizehn studierte er Musik an der Universität von Asuncion. So wurde er zu einem der jüngsten Musikstudenten in der Geschichte Paraguays. Aber auch in den Fächern Mathematik, Journalismus und Literatur war er sehr begabt.

Nachdem er die Universität verließ, verbrachte er seine Zeit damit, Musik zu machen und Gedicht zu schreiben, die er dann auch auf der Gitarre einspielte. So schrieb er über die Jahre mehr als dreihundert Lieder. Barrios-Mangoré verbrachte aber nicht sein ganzes Leben in Paraguay, sondern machte zahlreiche Reisen quer durch Südamerika. Dabei verteilte er signierte Kopien seiner Gedichte unter den Freunden, die er auf seinen Reisen gewann. Schließlich starb er am 7. August 1944 in Zentralamerika. In Paraguay wird er immer noch als einer der besten Musiker in der Geschichte des Landes angesehen und hat nach wie vor viele Fans.