Günstige Krankenkassen

Günstige Krankenkassen locken mit niedrigen Beiträgen

Auch gesetzlich Krankenversicherte können Geld sparen - günstige Krankenkassen machen es möglich. Nach jeder Beitragserhöhung kann man wechseln.

 

Günstige Krankenkassen helfen beim Sparen. Denn wenn man von einer vergleichsweise teuren Kasse in eine günstigere wechselt, bekommt man netto mehr Geld vom Bruttoarbeitslohn überwiesen. Die Arbeitgeber führen die Sozialbeiträge für ihre Angestellten automatisch an die Krankenkassen ab. Das gilt sowohl für den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil. Muss nun zum Beispiel nur noch ein Beitragssatz von 13 statt bislang 14 Prozent gezahlt werden, steigt der Nettolohn entsprechend. Die Vorteile einer günstigen Krankenkasse bekommt jeder Arbeitnehmer auf diese Weise schnell in seinem Portemonnaie zu spüren.

Geld sparen in der Krankenversicherung – dieses Privileg ist also keineswegs jenen Besserverdienenden vorbehalten, die oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegen und aus dem System der gesetzlichen Krankenkassen in eine private Kasse wechseln können. Vielmehr kann jeder Arbeitnehmer, unabhängig von der Höhe seines Einkommens, günstige gesetzliche Krankenkassen wählen. Ein Wechsel ist immer dann möglich, wenn die bisherige Kasse ihre Beiträge angehoben hat. In diesem Fall müssen keinerlei Fristen eingehalten werden, der Wechsel kann sehr schnell erfolgen. Bleiben die Beitragssätze konstant und der Versicherte will trotzdem wechseln, dann muss er mindestens 18 Monate bei der betreffenden Krankenkasse gewesen sein.

Günstige Krankenkassen findet man am schnellsten im Internet. Verbraucherorganisationen bieten stets aktuelle Übersichten über die Beitragssätze verschiedener Kassen. Wer sich für einen Wechsel interessiert, sollte allerdings einiges beachten.

Denn nicht immer sind günstige Krankenkassen auch die besten. Mitunter handelt es sich nur um „Locktarife“, die zwar sehr vorteilhaft aussehen, von denen aber heute schon feststeht, dass in einem oder zwei Jahren massive Beitragserhöhungen erforderlich sein werden.

Manchmal ist zudem der Leistungskatalog bei einer günstigen Kasse weniger umfangreich als bei der bisherigen, etwas teureren Kasse. Vor allem chronisch Kranke sollten deshalb nicht allein auf die Beitragshöhe achten, sondern auch darauf, ob bestimmte Heilverfahren von der Kasse übernommen werden. Bei manchen Behandlungsmethoden und auch bei Vorsorgeuntersuchungen haben die Krankenkassen nämlich einen Spielraum. Sie müssen manche Leistungen nicht bezahlen, können es aber tun. Und hier werden günstige Krankenkassen in der Regel eher restriktiv entscheiden, weil sie ihre niedrigen Beiträge ja irgendwie finanzieren müssen.