Fossile Energieträger

Globale Nachfrage nach Erdöl ist weiterhin am Steigen

22.06.11

Auch wenn die heutigen Autos immer sparsamer werden, nimmt die Nachfrage nach Erdöl zu. Vor allem Schwellenländer verzeichnen einen großen Bedarf.

 
Erdölförderung © BP Europa SEErdölförderung

Die Einstellungen und Ansichten zum Thema Erdöl haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Gerade in Deutschland räumen immer mehr Personen ein, dass sie vom Erdöl nicht mehr abhängig oder zumindest nicht mehr ganz so abhängig sein möchten. Vor allem die hohen Preise beim Tanken sowie auch beim Kauf von Heizöl haben zu dieser Entwicklung geführt.

Besonders die Automobilhersteller reagieren auf die neuen Ansichten. In den letzten Jahren sind Automobile deutlich sparsamer geworden. Die heutigen Automodelle weisen mehr Leistung bei deutlich weniger Verbrauch auf. Alles in allem ist dies eine sehr erfreuliche Entwicklung. Allerdings trägt sie nicht sonderlich dazu bei, den Durst nach Erdöl zu stillen. Wie der Mineralölkonzern BP mitgeteilt hat, ist der Verbrauch im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.

Die wichtigsten Fakten zum globalen Energieverbrauch

Zum 60. Mal hat BP sein so genanntes Statistical Review of World Energy veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine Betrachtung und Auswertung des globalen Energieverbrauchs. Bei Report für das Jahr 2010 fällt auf, dass sich eine Menge getan hat. Dies gilt besonders für die Verlagerung beim Energiebedarf: Bisher galten die USA als größter Energieverbraucher. Doch letztes Jahr wurden die Amerikaner von den Chinesen abgelöst.

Aber nicht nur in China ist die Nachfrage nach Erdöl sowie anderen fossilen Energieträgern enorm groß. Wie die Experten von BP ermittelt haben, macht sich das enorme Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern bemerkbar. Der Energiebedarf hat in vielen dieser Länder gleich im zweistelligen Prozentbereich zugelegt.

Erdöl ist immer noch der wichtigste Energieträger

Wenn vom globalen Energiebedarf gesprochen wird, geht es letztlich um verschiedene Energieträger. Allerdings ist der Bedarf an Erdöl am größten. Wie dem Report von BP zu entnehmen ist, bleibt Öl auch im vergangenen Jahr der wichtigsten globalen Energieträger. Der globale Anteil am Energieverbrauch belief sich für 2010 auf ganze 33,6 Prozent.

Autofahrer, die sich sinkende Spritpreise wünschen, sollten sich folglich keine allzu großen Hoffnungen machen. Auch wenn unsere Fahrzeuge immer sparsamer werden, so nimmt der globale Bedarf dennoch zu. Weil die Fördermenge jedoch nur bedingt erhöht werden kann und der Rohstoff Erdöl ohnehin limitiert ist, dürften die Preise eher steigen als fallen.

   

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