Doktortitel

Wie man am besten den Doktortitel erlangt

Der Doktortitel ist in Deutschland der höchste akademische Grad. Voraussetzung ist eine Promotion an einer zugelassenen Hochschule und entsprechende Themen.

 

Der Doktortitel ist etwas ganz Besonderes. Wer ihn tragen darf, muss in Deutschland einiges geleistet haben. Fälschlicherweise wird in weiten Bevölkerungskreisen angenommen, die Bezeichnung Doktor beziehe sich nur auf Mediziner. Dieses Missverständnis rührt sicherlich daher, dass gerade bei Kindern immer wieder vom Onkel Doktor gesprochen wird, wobei ein Arzt gemeint ist. Das hat sich bei vielen Menschen bis ins Erwachsenenalter im Kopf festgesetzt. Natürlich ist es nicht falsch, den Arzt als Doktor zu bezeichnen, es ist aber längst nicht der einzige Berufszweig, wo man Leute mit Doktortitel findet, sondern nur ein kleiner Ausschnitt der Realität.

Beim Doktortitel an sich handelt es sich um einen akademischen Grad, genau genommen sogar um den höchsten seiner Sorte. Voraussetzung, um den Doktortitel erhalten zu können, ist eine Promotion an einer Hochschule, die ein entsprechendes Promotionsrecht besitzt. Wer erfolgreich promoviert hat, dem wir damit die Fähigkeit zu einem selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten bescheinigt. Dies ist die auch die Voraussetzung für eine spätere Habilitation, was die Lehrbefähigung in einem wissenschaftlichen Fach bedeutet. Doch zunächst gilt es, den Doktortitel zu erlangen, was eine Menge harte Arbeit und schlaflose Nächte bedeutet, denn geschenkt bekommt man den Doktortitel nicht. Zunächst einmal benötigt man in der Regel ein abgeschlossenes Magister- oder Diplomstudium an einer Universität beziehungsweise einen Masterabschluss, um für das Promotionsverfahren überhaupt zugelassen zu werden. Einige wenige Ausnahmen gibt es von dieser Regel.

Ist man erst einmal für das Promotionsverfahren zugelassen, so geht es daran, dem Doktortitel nun mit weiteren Taten Schritt für Schritt näher zu kommen. Ein Kernpunkt ist hierbei die so genannte Dissertation oder Doktorarbeit, die in schriftlicher Form abgefasst wird und deren Erstellung für gewöhnlich zwei bis fünf Jahre dauert. Die Arbeit muss auf jeden Fall neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthalten. Zur Betreuung steht dem Doktoranden währenddessen stets ein Professor zur Seite. Schließlich gilt es auch noch die mündliche Promotionsleistung erfolgreich über die Bühne zu bringen, ehe die Arbeit als Publikation veröffentlich wird. Erst dann erhält man die Promotionsurkunde und das Recht, den Doktortitel zu tragen.