Inhaberpapiere

Inhaberpapiere wären auch für Ihre Geldanlage eine Option

Ein Inhaberpapier ist grundsätzlich ein Wertpapier, das auch in Form von Inhaberschecks oder Inhaberschuldverschreibungen weitergegeben werden kann.

 

Wertpapiere in Form von Inhaberpapieren sind auf keine namentlich verzeichneten Personen ausgestellt, wie man zunächst vermuten könnte. Sie ermöglichen vielmehr dem jeweiligen Inhaber oder aktuellen Besitzer das verbriefte Recht geltend zu machen. Somit reicht der alleinige Besitz eines Inhaberpapiers aus, um das entsprechende Recht des Wertpapiers ausüben zu können.

Die Inhaberschuldverschreibung, als Form von Inhaberpapieren, ist eine Urkunde, in der dem Inhaber oder Besitzer der Urkunde eine feste Leistung versprochen wird. Derjenige, der die Inhaberschuldverschreibung ausgestellt hat ist nur dann zur Erfüllung der festen Leistung verpflichtet, wenn die Schuldverschreibung, egal von wem, vorgelegt werden kann. Als Inhaberschuldverschreibungen gelten zum Beispiel die Bundesanleihen, Industrieanleihen oder Hypothekenpfandbriefe.

Der Vorteil der Inhaberpapiere liegt darin, dass sie jederzeit und völlig formlos an andere Personen übergeben werden können. Namenspapiere hingegen benötigen ein aufwendiges Umschreiben auf die Person, die das Wertpapier im zukünftigen Besitz behalten soll und besitzen somit eine Art Diebstahlschutz. Also können vorliegende Inhaberpapiere einfach und bequem an einen Nachlassempfänger übergeben werden, ohne schwierige Notartermine und Banktermine zum Umschreiben der Papiere.

Überflüssiges Geld soll arbeiten und Zinsen einbringen. Angelegt auf einem normalen Sparbuch werden nur minimale Zinsen am Jahresende für den angelegten Geldbetrag fällig. Leiht man sein Geld in Form von Inhaberpapieren einem Unternehmen oder der Bundesrepublik zahlt das Unternehmen oder der Staat die Zinsen, die wesentlich höher liegen, als die der Banken. Die Höhe der Zinsen hängt vom Betrag und der Laufzeit des Inhaberpapiers ab. Je höher die Geldsumme und länger der Zeitraum, desto reichlicher der Gewinn. Die Zinsen hängen allerdings auch von der aktuellen Wirtschaftslage und Geldpolitik ab und sind immer in Bewegung. Sind die Zinsen hoch, sollten Inhaberpapiere mit langen Laufzeiten abgeschlossen werden. Denn auch, wenn die Zinsen wieder fallen, wird der vereinbarte Zinssatz weiterbezahlt.

Mit einem Inhaberpapier wird dem Besitzer des Wertpapiers quasi bescheinigt, dass er noch Geldforderungen an ein Unternehmen oder den Bund hat. Jeder, der ein Inhaberpapier in seinen Händen hält, kann dieses auch zu Geld machen, es sei denn, es lässt sich eine unbefugte Inbesitznahme nachweisen. Des Weiteren hängt die Sicherheit eines Inhaberpapiers immer von der Zuverlässigkeit des Ausstellers ab. Eine Absicherung gegen Verluste gibt es nicht.