Kinderbetreuung

Große Unternehmen setzen verstärkt auf eigene Kindertagesstätten

11.04.12

Betriebseigene KiTas befinden sich stark auf dem Vormarsch. Unternehmen helfen dadurch Mitarbeitern dabei, Beruf und Kinderbetreuung zu meistern.

 
Bereits bestehende Kindertagesstätte „Kleine Löwen“ von Henkel © HenkelBereits bestehende Kindertagesstätte „Kleine Löwen“ von Henkel

Für zahlreiche Unternehmen ist es wichtig, dass bestimmte Mitarbeiter trotz Geburt eines Kindes nur möglichst kurze Zeit vom Arbeitsplatz fern bleiben. Allerdings handelt es sich hierbei sehr häufig um eine Wunschvorstellung. Viele Mütter sowie auch etliche Väter würden wieder sehr gerne an den Arbeitsplatz zurückkehren, doch leider ist dies oft leichter gesagt als getan. Denn erst einmal gilt es das Problem mit der Kinderbetreuung in den Griff zu bekommen.

Das eigentliche Problem sind fehlende Plätze in der Kinderbetreuung. Viele Personen, die beruflich sehr engagiert sind, können nicht wieder in den Job zurückkehren, weil sie schlichtweg keine Möglichkeit haben, ihre Kinder unterzubringen. Zwar gibt es KiTas, doch die Nachfrage an Plätzen für die Kinderbetreuung ist so oft groß, dass er Erhalt eines Platzes viel Glück erfordert.

Mehr Betriebe mit eigenen KiTas

Weil dieses Problem Überhand gewinnt, gehen zunehmend mehr Betriebe dazu über, eigene Kindertagesstätten zu errichten. Hierbei handelt es sich um einen regelrechten Trend: Noch nie zuvor wurden so viele KiTas von Unternehmen errichtet. Ein gutes Beispiel sind die KiTas von Henkel. Das Unternehmen betreibt bereits zwei Kindertagesstätten in Düsseldorf, die dritte KiTa wird bald folgen.

Diese Sommer soll neben der bestehenden KiTa „Kleine Löwen“ der Grundstein für die zusätzliche KiTa gelegt werden. Man rechnet damit, dass die Arbeiten bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen sind und die Kindertagesstätte dann auch umgehend ihren Betrieb aufnehmen kann. Die Anzahl an Betreuungsplätzen für Kinder soll dadurch von 80 auf insgesamt 240 gesteigert werden.

Nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Prinzipiell erhalten die betrieblichen Kindertagesstätten eine Menge Zustimmung. Allerdings ist auch klar, dass die geschaffenen Plätze trotzdem nicht genügen. Viele Großunternehmen, die entsprechende Angebote schaffen, können nicht allen Mitarbeitern entsprechende Betreuungsplätze für die Kinder zusichern.

Außerdem hagelt es zeitweise auch immer wieder Kritik. Es wird von einigen Personen kritisiert, dass in erster Linie Eltern profitieren, die in großen Unternehmen arbeiten. Eltern, die in kleinen Betrieben beschäftigt sind, befinden sich im Nachteil, weil sich diese Betriebe entsprechende Einrichtungen nicht immer leisten können. Einige Großunternehmen zeigen sich jedoch offen und nehmen auch Kinder auf, deren Eltern nicht bei ihnen beschäftigt sind.

   

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