Hochhäuser

Hochhäuser gehören zu den Metropolen einfach dazu

Hochhäuser müssen gemäß technischer Definition zumindest zwölf Stockwerke und mindestens dreißig Meter Höhe aufweisen können, um den Status zu erhalten.

 

Hochhäuser bilden das inzwischen charakteristische Bild moderner Wirtschaftsmetropolen. Nicht nur in Großstädten sind sie zu finden, auch in kleineren Städten finden sie Einzug. Hochhäuser sind vertikal organisierte Gebäude mit vielen Stockwerken, in denen dann Büros, Wohnungen und auch Geschäfte untergebracht werden. In Chicago entstand nach dem großen Brand von 1871 das erste moderne Hochhaus, und zwar nach der Chicago School. Da bei dem Brand mehr als die Hälfte der städtischen Gebäude zerstört wurde, war der Weg frei für die ersten Wolkenkratzer im neu erfunden Stahlskelettbau.

Louis Henri Sullivan war einer der bedeutendsten Vertreter der Chicagoer Schule und wurde später auch Vater der Wolkenkratzer genannt. Neben der Erfindung des Stahlskelettbaus war auch die Erfindung von Fahrstühlen eine extrem wichtige Voraussetzung. Außerdem mussten moderne Nahverkehrsmittel wie Stadtbahn oder Untergrundbahn eingerichtet werden, damit so größere Menschenmassen schnell zu oder von den Gebäuden transportiert werden konnten.

Auch die Veränderung der ökonomischen Bedingungen trug zum Entstehen der ersten Hochhäuser bei. Immer mehr Menschen, aber auch immer mehr Firmen zog es in die Wirtschaftsknotenpunkte Chicago und New York. Für große Unternehmen wurde es notwendig, den Firmensitz entsprechend zu positionieren, in New York insbesondere in Wallstreet Nähe. Dementsprechend stiegen auch die Grundstückspreise und damit der Wille und die Notwendigkeit den größtmöglichen Nutzen aus dem Grundstück zu ziehen, das man für teures Geld erworben hat. Der Bau von Hochhäusern setzte sich durch, während Europa erst in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts nacheiferte mit ersten Beispielen in Düsseldorf und Köln. Während dessen entwickelte sich New York zur Stadt meisten, den berühmtesten und den höchsten Hochhäusern.

Mit dem Singer Building startete 1908 eine Serie von Höhenrekorden. Und gerade dieses Gebäude musste später weichen für das World Trade Center. Im Oktober 2001 gab es in New York 2837 Hochhäuser, eins höher wie das andere. Auch deutsche Metropolen wie zum Beispiel Frankfurt können eine stattliche Anzahl an Hochhäusern vorweisen. Der Wettlauf um das höchste Hochhaus ist auf internationaler Ebene immer noch voll im Gange. Aber es geht auch anders. In München wurde nämlich anlässlich eines Bauprojekts darüber gestritten, wie hoch Hochhäuser überhaupt gebaut werden dürfen und was überhaupt in das Stadtbild passt.